Satzung

§1

(Name und Sitz des Vereins)

  1. Der Verein führt den Namen „Junggesellenverein Kesseling“, hat seinen Sitz in der Gemeinde Kesseling und soll in das Vereinsregister eingetragen werden.
  2. Nach der Eintragung lautet der Name des Vereins „Junggesellenverein Kesseling e.V.“.

§2

(Aufgabe des Vereins)

  1. Aufgabe des Junggesellenvereins Kesseling ist die Aufrechterhaltung des geselligen Dorflebens und die Pflege althergebrachter Bräuche und Sitten. Jedes Mitglied ist verpflichtet diese Grundsätze zu beachten und sie aufrecht zu erhalten.
  2. Jegliche politische Betätigung im Verein ist untersagt

§3

(Mitgliedschaft)

  1. Der Verein besteht aus Vorstand und Mitgliedern.
  2. Vereinsmitglied kann jeder Junggeselle werden, der das 18. Lebensjahr vollendet hat oder im Aufnahmejahr das 18. Lebensjahr vollendet und Bürger der Gemeinde Kesseling ist.
  3. Neuaufnahme finden
    1. bei der Generalversammlung
    2. beim Maibaum setzen
    3. bei der Junggesellenkirmes statt.
      Über den Antrag auf Neuaufnahme entscheiden die Anwesenden Mitglieder. Die Probezeit bei Neuaufnahmen beträgt ein Jahr. Eine Wiederneuaufnahme ist nicht möglich.
  4. Die Mitgliedschaft endet durch Heirat, Tod, Austritt oder Ausschluss.
    1. Der Austritt aus dem Verein ist jederzeit zulässig. Er erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des Vorstandes.
    2. Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn sein Verhalten in grober Weise gegen die Interessen des Vereins verstößt. Über den Ausschluss beschließt die Generalversammlung mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Dem Auszuschließenden ist die Möglichkeit der Stellungnahme zu geben. Der Ausschluss ist schriftlich unter Angabe der Gründe bekannt zu geben.
  5. Vereinsmitglieder werden mit Vollendung des 40. Lebensjahres zu Ehrenmitglieder ernannt. Diese haben keine Rechte und Pflichten im Verein.

§4

(Organe)

  1. Verwaltungsorgane des Vereins sind:
    1. die Generalversammlung
    2. der Vorstand
  2. Die Organe beschließen, soweit die Satzung nichts anderes bestimmt mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmgleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.
  3. Mitglieder von Organen dürfen bei Beratungen und Entscheidungen nicht mitwirken, die ihnen selbst unmittelbare Vorteile oder Nachteile bringen können.
  4. Über die Sitzungen der Organe ist vom Schriftführer eine Niederschrift zu fertigen. DIe Niederschrift muss mindestens den Tag und den Ort der Sitzung, die Tagesordnung, den Wortlaut der Beschlüsse und das Ergebnis der Abstimmungen enthalten sowie vom Vorsitzenden und dem Schriftführer unterschrieben sein.

§5

(Generalversammlung)

  1. Die Generalversammlung findet jährlich einmal und zwar spätestens im Februar statt. Sie wird vom Vorstand mindestens eine Woche vorher durch schriftliche Benachrichtigung der Mitglieder unter Angabe der Tagesordnung bekanntgegeben. Darüber hinaus ist eine öffentliche Bekanntmachung, in dem für Kesseling zuständigen Amtsblatt gegeben. Anträge an die Generalversammlung sind spätestens drei Tage vor ihrer Durchführung schriftlich an den Vorsitzenden zu richten.
  2. Der Vorstand kann bei dringendem Bedarf oben angegebene Generalversammlung einberufen. Er muss dies tun, wenn Ein-Fünftel der Mitglieder dies unter Angabe der Gründe fordert. Für die Bekanntmachung gilt Absatz 1, jedoch kann nötigenfalls die Bekanntmachungsfrist bis auf zwei Tage verkürzt werden.
  3. Die Generalversammlung leitet der 1. Vorsitzende, wenn er verhindert ist der 2. Vorsitzende. Sie ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig.
  4. Die Generalversammlung ist zuständig für
    1. Entgegennahme des Geschäfts- und Kassenberichts
    2. Entlastung des Vorstands
    3. Wahl des Vorstands und der Kassenprüfer
    4. Aufstellung und Änderung der Satzung
    5. Entscheidung über Einsprüche gegen die Beschlüsse des Vorstands
    6. Entscheidung über wichtige Angelegenheiten, die der Vorstand an die Generalversammlung verwiesen hat
    7. Auflösung des Vereins
    8. Entscheidung über eine eventuelle Beitragserhöhung
    9. Entscheidung über eventuelle Ernennungen von Ehrenmitgliedern

§6

(Der Vorstand)

  1. Der Vorstand setzt sich zusammen aus
    1. dem Vorsitzenden
    2. dem stellvertretenden Vorsitzenden
    3. dem Kassierer und seinem Stellvertreter
    4. dem Schriftführer und seinem Stellvertreter
  2. Der Vorstand wird von der Generalversammlung auf zwei Jahre gewählt, er bleibt jedoch nach Ablauf der Amtszeit bis zur Neuwahl des Vorstands im Amt. Die Wahl wird durch Abgabe von Stimmzettel durchgeführt.
    Bei Stimmgleichheit entscheidet das Los. Wenn kein Mitglied widerspricht, kann durch Zuruf gewählt werden. Wiederwahl ist zulässig.
  3. Der Vorstand wird vom Vorsitzenden nach Bedarf einberufen. Er muss einberufen werden, wenn dies mindestens drei Vorstandsmitglieder beantragen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens vier Vorstandsmitglieder anwesend sind.
  4. Der Vorstand beschließt über alle Angelegenheiten, soweit nach der Satzung nicht die Generalversammlung zuständig gist.
  5. Vorstandsämter sind Ehrenämter

§7

(Rechte und Pflichten des Vorstands)

  1. Die Vorstandsmitglieder haben zu jeder Zeit das Recht, Bücher und Kasse zu prüfen. Unstimmigkeiten sind dem Vorstand unverzüglich anzuzeigen, der dann geeignete Maßnahmen zu treffen hat.
  2. Die Vorstandsmitglieder haben darauf zu achten, dass gegen die Regelungen dieser Satzung nicht verstoßen wird. Ferner ist für die Gleichbehandlung der Mitglieder Sorge zu tragen und das Inventar des Vereins sorgfältig zu verwahren (siehe: §21 dieser Satzung).

§8

(Der Vorsitzende)

  1. Der Vorsitzende leitet durch die Generalversammlung und die Sitzungen des Vorstands und hat für die Durchführung ihrer Beschlüsse zu sorgen.
  2. Vorstand im Sinne des §26 BGB sind Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende. Jeder von ihnen ist allein vertretungsberechtigt; Vereinsintern ist der stellvertretende Vorsitzende jedoch im Vertretungsfalle legitimiert.

§9

(Geschäftsführung)

  1. Die laufenden Verwaltungsgeschäfte erledigt der Vorsitzende. Bei der Geschäftsführung ist sparsam zu verfahren. Verwaltungsausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, dürfen nicht getätigt werden.
  2. Der Vorsitzende oder sonstige in der Verwaltung des Vereins tätige Mitglieder erhalten nur ihre Aufwendungen vergütet.

§10

(Kassenführung)

  1. Die Kassenführung erledigt der Kassierer. Er ist berechtigt,
    1. Zahlungen für den Verein anzunehmen und dafür zu bescheinigen,
    2. Zahlungen bis zum Betrag von 500,00 DM für den Verein zu leisten. Höhere Beträge dürfen nur mit Zustimmung des Vorsitzenden ausgezahlt werden,
    3. alle die Kassengeschäfte betreffenden Schriftstücke zu unterzeichnen.
  2. Der Kassierer fertigt auf Schluss jedes Geschäftsjahres einen Kassenabschluss, welcher der Generalversammlung zur Anerkennung und Entlastung vorzulegen ist. Zwei von der Generalversammlung gewählte Kassenprüfer haben vorher die Kassenführung zu prüfen und einen Prüfungsbericht abzugeben. Die Kassenprüfer haben darüber hinaus jederzeit das recht, Kassenprüfungen vorzunehmen.

§11

(Satzungsänderungen)

  1. Anträge auf Satzungsänderung können von jedem Mitglied jeweils eine Woche vor der Generalversammlung gestellt werden.
  2. Eine Satzunsänderung kann nur von der Generalsversammlung mit einer Mehrheit von Drei-Viertel der erschienenen Mitglieder beschlossen werden.

§12

(Teilnahmepflicht)

  1. Jedes Mitglied ist verpflichtet, an den Versammlungen und festgesetzten Veranstaltungen teilzunehmen.
  2. Ist ein Mitglied verhindert, so hat es dies dem Vorstand unter Darlegung des Grundes frühzeitig zu melden.

§13

(Strafen)

  1. Geldstrafen sind in folgenden Fällen zu entrichten:
    1. unentschuldigtes Fehlen bei Mitgliederversammlungen = 5,– DM,
    2. unentschuldigtes Fernbleiben vom Maibaum setzen = 5,– DM,
    3. unentschuldigtes Nichterscheinen bei der Junggesellenkirmes = 10,– DM,
    4. unentschuldigtes Fehlen bei einer Hillich = 5,– DM,
    5. Nichtsetzen eines Maibaumes beim Mailehen = 10,– DM.
  2. Unpünktlichkeit zu Absatz 1 Ziffer a-e = 1,– DM

§14

(Mitgliedsbeitrag)

  1. Der Mitgliedsbeitrag wird von der Mitgliederversammlung in seiner Höhe festgesetzt. Er ist bei der Generalversammlung jährlich im Voraus zu entrichten. Endet die Mitgliedschaft im laufenden Geschäftsjahr, so wird der bereits geleistete Betrag nicht erstattet.
  2. Vom Mitgliedsbeitrag sind befreit:
    1. Wehr- und Ersatzdienstleistende
    2. Ehrenmitglieder

§15

(Steigern)

  1. Gesteigert wird jährlich nach dem Maibaum setzen. Steigern kann jedes Mitglied, soweit der Steigerungsbetrag aus dem Vorjahr in voller Höhe entrichtet worden ist.
  2. Vor dem Steigern wird von jedem Mitglied eine Pauschale von 10,– DM entrichtet, die später auf die tatsächliche Steigerungssumme angerechnet wird. Sie wird nicht erstattet. Ausgenommen von der Zahlung sind Ehrenmitglieder.
  3. Jeder Steigerer ist verpflichtet seinen Baum (Birke) seinem Mailehen zu setzen und es am 1. Mai aufzusuchen.
  4. Maikönig ist das Mitglied, das sein Mailehen für den höchsten Betrag ersteigert hat. Bei gleichen Beträgen ist der erste Zuschlag maßgebend. Die Mindeststeigerungssumme beträgt 1,– DM.
  5. Jedes Maipaar ist verpflichtet am Maiumzug teilzunehmen. Wichtige Gründe entbinden von dieser Pflicht.
  6. Nach dem Maiumzug findet der traditionelle Maiball statt. Der Maiball wird vom Verein veranstaltet. Jedes Mitglied ist verpflichtet die im Rahmen einer Mitgliederversammlung ihm übertragenen Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen. Die Entbindung von dieser Verpflichtung erfolgt durch den Vorstand.

§16

(Junggesellenkirmes)

  1. Die traditionelle Junggesellenkirmes findet jährlich im November nach Absprache mit dem Ortsbürgermeister statt. Sie wird in folgendem Rahmen ausgetragen:
    1. Gemeinsamer Kirchgang
    2. ab 09.00 Uhr gemeinsames Frühstück im Vereinslokal
    3. Umzug mit dem schwarzen Mann durch das Dorf mit kurzer Einkehr in allen Lokalen
    4. ab 12.30 Uhr gemeinsames Mittagessen
    5. bei Bedarf und entsprechender Beteiligung findet ab 14.00 Uhr „Schubkarrenrennen“ und „Sackhüpfen“ statt
    6. „Hahneköppen“ und anschließender Umzug mit dem Hahnekönig
    7. Versteigerung erbeutetet Gegenstände
    8. Beerdigung des Kirmesknochens

§17

(Hillich)

  1. Heiratet ein Kesselinger Mädchen, so wird nach alter Tradition die Hillich genommen. Die Hillich kann durch Zahlung einer Summe abgegolten werden. Wird die Hillich oder die Zahlung einer Summe abgelehnt, so wird „Kalk gestreut“.
    Jedes Mitglied ist verpflichtet an der Hillich teilzunehmen. Der Termin der Hillich wird durch Aushang im Vereinslokal und durch mündliche Propaganda bekanntgegeben.

§18

(Vereinslokal)

  1. Vereinslokal ist das Gasthaus „Zum Nürburgring“.

§19

(St. Martinszug)

  1. Der Verein stellt traditionell den St. Martin. Der St. Martingszug findet jährlich nach Absprache mit dem Ortsbürgermeister statt.

§20

(Nikolaustag)

  1. Der Verein stellt traditionell den St. Nikolaus und den „Hans Muff“. Der Rundgang findet jährlich am 05.12. statt. Am Rundgang nehmen teil:
    1. Nikolaus
    2. Hans Muff
    3. drei Mitglieder
  2. Besucht werden alle Familien, die sich beim Vorstand gemeldet haben. Der Besuch ist grundsätzlich kostenlos.
  3. Nach Absprache mit dem Vorstand finden auch Besuche in der näheren Umgebung von Kesseling statt.

§21

(Zeugwart)

  1. Der Zeugwart wird von der Generalversammlung für jeweils zwei Jahre gewählt. Das Haus bzw. die Wohnung des Zeugwartes ist Aufbewahrungsort aller vereinseigenen Gegenstände.

§22

(Auflösung)

  1. Die Auflösung kann nur von einer für diesen Zweck bestimmten Generalversammlung mit einer Mehrheit von Drei-Vierteln der abgegebenen Stimmen beschlossen werden.
  2. Bei der Auflösung des Vereins wird das verbleibende Vereinsvermögen der Gemeindeverwaltung von Kesseling übergeben mit der Bestimmung, es zu verwalten, bis ein anderer Verein mit den gleichen Bestrebungen und Zielen gegründet wird und es dann dem neugegründeten Verein zu übergeben. Wird innerhalb von zehn Jahren kein Verein in diesem Sinne gegründet, so wird das Vereinsvermögen mit Zustimmung des Finanzamtes einem gemeinnützigen Zweck zugeführt.
  3. Bei der Auflösung kann auch eine andere als in Absatz 2 beschriebene Verwendung des Restkapitals durch die letzte Mitgliederversammlung beschlossen werden.

Zuvorstehende Satzung des Junggesellenvereins Kesseling wurde am 13.01.91 von der Generalversammlung beschlossen.